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Zauberzentrale München Willkommen in der Welt der Wunder

Axel Hecklau

Mit 13 schwingt der 1966 in Berlin geborene Axel Hecklau zum ersten Mal den Zauberstab. Der gelernte Augenoptiker und „self-made“ Mediendesigner ist seit 2001 Berufszauberkünstler. Neben seiner Redaktionstätigkeit bei der Zeitschrift ZauBerlin (1985-92), hat er viele Auszeichnungen gewonnen und ist ganz nebenbei Vater von 4 Kindern. Nächstes Jahr ist er mit seinem Seminar „Effektiv“ unterwegs.

Was Axel Hecklau zum Zauberzentrale-Fragebogen zu sagen hat:

  1. About Magic
    1. Wie kamen Sie zur Zauberkunst?

      Mit 12 Jahren habe ich regelmäßig eine Jugendzeitschrift gelesen, die immer ein kleines Spielzeug zum selber basteln beigelegt hatte. Als eine Reihe von Zauberkunststücken erklärt wurden, kam ich auf die Idee mir einen „guten“ Zauberkasten von meinem Taschengeld zu kaufen. Da mir ein schönes Geschenk zum 70. Geburtstag meines Großvaters fehlte, hatte ich dann auch schon ein konkretes Ziel bzw. einen konkreten ersten Auftrittstermin. Der „erfolgreiche“ Auftritt vor meinen Verwandten (und hinter einem Bügelbrett!) beflügelte mich zu neuen Taten und ermunterte meine Eltern mir zum Geburtstag (einen Monat später) das Handbuch der Magie zu schenken (Danke an Jochen Zmeck für dieses hervorragende Buch)

    2. Können Sie sich noch an Ihr erstes Kunststück erinnern?

      Den Wunderschnapper konnte ich schon mit 8 Jahren vorführen – doch da hat mich das Zaubern noch nicht interessiert. Den Grundgriff der Chicagoer Billiardbälle zeigte ich schon in meiner ersten Vorstellung mit zwei Plastikbällen aus dem Zauberkasten. Die erste Routine lieferte mir dann Jochen Zmeck im Handbuch der Magie und ab da hab ich dann richtig gebüffelt – Kartentricks haben mich damals überhaupt nicht interessiert.

    3. Welcher Zauberkünstler hat Sie bislang am meisten beeindruckt?

      Copperfield mit seiner ersten Tour in Deutschland hat mich sehr beeindruckt – ich saß in der ersten Reihe und war von seinem Perfektionismus fasziniert. Allerdings hat er mich mit seiner Show „You“ auch sehr enttäuscht. Tommy Wonder war für mich 1988 in Den Haag der Weltmeister. Seine Denkweise, seine klaren Effekte, seine Natürlichkeit und seine Bereitschaft fast jeden Aufwand in Kauf zu nehmen um alles aus einem Effekt herauszukitzeln bewundere ich sehr.

    4. Was war für Sie das spannendste Seminar oder der interessanteste Kongress?

      Der spannendste Kongress war für mich sicher mein Erster. Die Vorentscheidungen West 1980 in Hagen. Ich habe irre viel Geld für Requisiten ausgegeben, von denen ich einen Großteil nur sehr selten oder nie benutzt habe. 1998 beim Close-up Kongress in Laxenburg bei Wien waren nur 80 Teilnehmer angereist – sicher ein finanzielles Desaster für die Veranstalter. Doch die Intimität hatte den Vorteil, dass ich noch nie auf einem Kongress so viele neue Zauberfreunde kennen gelernt habe wie hier. Auch habe ich hier erleben dürfen, dass es doch möglich ist, realistische Bedingungen für einen close-up Wettbewerb zu schaffen. Die Masterclass mit Jeff Mc Bride und Eugene Burger war ein „once in a lifetime“ – Erlebnis, dass ich hier nicht unerwähnt lassen möchte.

    5. Haben Sie einen aktuellen Lieblingstrick?

      Meine Version von Kronkorken in Flasche. – Ich mag es, wenn es mir gelingt, nicht vorführbare Tricks so zu verbessern, dass ein praxistaugliches Kunststück daraus entsteht (ein paar davon zeige ich in meinem Seminar „Effektiv“).

    6. Welche drei (Zauber-)bücher würden Sie gerne auf eine einsame Insel mitnehmen?

      Da ich davon ausgehe, dass ich nicht so schnell gerettet werden würde...
      - Den Tarbel Course of Magic
      - Die große Kartenschule von Roberto Giobbi (aber nur wenn ich auch Karten mitnehmen darf)
      - Die Books of Wonder von Tommy Wonder (weil ich immer noch nicht dazu gekommen bin sie zu studieren)

    7. Gibt es etwas, was Sie an Zauberkollegen stört?

      Wenn Zauberkollegen nicht mit konstruktiver Kritik umgehen können und sich deshalb nicht weiterentwickeln, habe ich Schwierigkeiten mit ihnen zu diskutieren. Ich mag es auch nicht besonders, wenn man hinter dem Handeln eines Anderen immer gleich eine boshafte Absicht vermutet und mit Kanonen auf Spatzen „zurückschießt“.

  2. Beyond Magic
    1. Welches Gebiet/Thema außerhalb der Zauberei fasziniert Sie am meisten?

      Faszinieren tut mich Skurilität z. B. die Bilder des M.C. Escher mit seinen unmöglichen Objekten und endlosen Flächenstudien. Auch mag ich geistreiche Zitate, die komplexe Angelegenheiten mit wenigen Worten auf den Punkt bringen. Gut konzeptioniertes Grafikdesign, dass für den Betrachter Sinn macht und damit Nutzen mit sich bringt, mag ich sehr. Volksverblödende Werbesprüche wie Jod S11 Körnchen usw. regen mich dagegen sehr auf. Der Computer hat mich sehr fasziniert, was jetzt allerdings etwas abebbt, da ich immer mehr den Eindruck bekomme, dass je schneller die Computer werden, die Software immer schlechter wird.

    2. Welche prominente Persönlichkeit würden Sie gerne einmal treffen?

      - ? -

    3. Was war Ihr größter persönlicher Erfolg?

      Ich glaube mein größter Erfolg ist für mich, dass ich in meinen Leben bisher (fast) immer meine mir gesteckten Ziele erreicht habe. In der nahen Vergangenheit werte ich meinen Auftritt als Wilhelm Beetz bei der WM in Den Haag als großen Erfolg. Der tobende Saal war schon ein irres Gefühl :-))