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Am
25.02.02 war es wieder so weit: die Absolventen des Jahrgangs 2002
der Zauberschule führten in einer großen Vorstellung
das in den letzten vier Semestern Gelernte vor.
Über
250 Gäste waren in den großen Bühnensaal des Waldheims
gekommen, (darunter sogar eine Delegation des Salzburger Ortszirkels),
um unserem vergangenen vierten Semester bei der Abschlußprüfung
beizustehen. Elf Kandidaten stellten sich der gestrengen Jury, und
es war für uns alle eine Novität: Wie schaffen wir es,
11 Kandidaten zu prüfen, ohne, daß es eine Monstershow
werden würde, ohne, daß Dubletten den Abend langweilig
werden lassen?
Bei
den Vorbereitungsabenden (einfach Coaching' genannt) zeigte
sich bei vier Schülern eine starke Affinität zur Close-up
Zauberei und das sollte dann auch des Rätsels Lösung sein:
vier der Schüler (Olaf Benzinger - Karten, Fritz
Obermeier - Münzen, Florian Döring - Becherspiel,
Felix Schweiger - Karten), sollten die Gäste bereits
mit Zauberei beglücken, sobald diese sich an ihren Tischen
niedergelassen hatten. So manch einer wußte nicht, wie ihm
geschieht, denn sofort bildeten sich Trauben von Zuschauern, die
Jury mußte sich zu den Vorführenden durchkämpfen
und konnte aus allernächster Nähe die Reaktionen der Zuschauer
beurteilen, wußten diese doch nicht, daß es sich um
die Jury handelte.
Nachdem jeder einzelne Close-upper gepunktet war, konnte die Bühnenshow
über die Rampe gehen. Gerald Huber hatte die Rolle des
Conferenciers übernommen und startete mit der Multi-Pip Karte
nach dem Motto: So einfach kann Zauberei sein...! Bereits jetzt
spürten alle lampenfiebrigen Künstler, daß ein wohlgesonnenes,
lachfreudiges Publikum gekommen war.
Als Gerd Einberger die Logik eines Seiles (Rope Mare) erklärte,
hatte so mancher Zuschauer
Schwierigkeiten, geistig zu folgen und gab dem Staunen Platz. Als
nächsten sagte Gerald (paper to money) unseren Südtiroler
Luis Kofler an, der nach seiner Liebes- und Beziehungsinterpretation
von Pomponis Meisterklassetrick und einem Buchtest spontan ins Publikum
rief: Ich liebe Euch alle'.
Herbert Sparrer kam im wallend schwarzen Umhang zu gewaltiger
Musik und Nebel auf die Bühne, die er erst einmal mittels dreier
großer (Feder-) Blumensträuße, die er einfach so
erscheinen ließ, verschönerte. Darauf zeigte er das Becherspiel,
passend zum Takt der Musik, um dann schließlich seinen Zaubertisch
mystisch schweben zu lassen. Riesenapplaus ob der farbenprächtigen
Bühne, die schließlich der Hausmeister' Heinz-Jürgen
Mettjes aufräumen sollte. Doch er fand so viele interessante
Dinge (Zeitungszerreißen, Seilzerschneiden und Tuch im Ei),
daß sich das Publikum gar königlich amüsierte. Mit
Black Magic' machte Gerald Huber eine Zuschauerin zuerst
glücklich, als sie € 5.-gewonnen hatte, dann aber unglücklich,
als sie sah, was für eine Summe sie hätte gewinnen können,
hätte sie doch nur ein anderes Kuvert gewählt!
Artur Hartmann hatte mit seinem Zwei - Personen - Telepathie
Akt etwas Pech und improvisierte eine Second - Spot' Darbietung
mit verbundenen Augen so gut, daß sogar die Jury Schwierigkeiten
hatte mit zu bekommen, daß improvisiert
wurde.
Nach dem Hindu Thred' von Gerald betrat Otto Weber
jovial und echt profi-like die bunt ausgeleuchtete Bühne und
zelebrierte, ganz exakt auf die Musik abgestimmt, seine Dreier Ringspiel
Kombination, um schließlich noch die Zombie Kugel zu bändigen,
so daß sie ihm auf's Wort gehorchte.
Das soll's gewesen sein? Viele Gäste hätten gerne noch
mehr Zauberei gesehen, auch wenn es im gesamten Waldheim bereits
verführerisch delikat duftete.
Stürmischer Applaus, während sich die Jury die Finger
wund schrieb. Dann die große Verkündung durch Jury Leiter
Walter Heinz, der den Präsidenten des MZvD vertrat: Für
den OZ-München (Club der Zauberer e.V.) punktete Robert Wieland,
für den OZ-Puchheim (Zauberring München) deren Vorsitzender
Karl Heinz Ritter, für die Zauberschule Dieter Langer und Hartmut
Koll. Bibbern, fiebern, doch dann die erlösenden Worte: Alle
haben bestanden.
Zwei Kandidaten sogar nur zwei Punkte von der Höchstmarke entfernt.
Applaus, Gratulation, Urkunden und Nadeln und schließlich:
Prost.
Klaus Thaller durfte sich noch für seine langjährigen
Verdienste als Direktor der Zauberschule die goldene Nadel an die
Brust heften lassen, als dann gegen 21°° Uhr das große,
warm - kalte Buffett eröffnet wurde, das der rührige Chef
des Waldheims Johann Barsy für uns zusammengestellt hatte.
Und so endete der Abend für alle Beteiligten im höchsten
Glücksgefühl.
Hier
gibts noch mehr Bilder von der Abschlussprüfung >>>
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