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Eine sehr schräge Figur ist der von Selbstvertrauen und Selbsüberschätzung geprägte Zettel. Er produziert Klappblumensträusse, hat Probleme mit einem Seil, das aus allen Hosen- und Hemdöffnungen hängt, leiht sich ein Jackett, in das er eine Zigarette steckt: "Ja mei, wenns doch im Text steht" und spielt den wohl eindruckvollsten Sterbemonolog, den man sich vorstellen kann. Er setzt sich dabei eine Schwerterkiste auf und durchbohrt selbst seinen Kopf, bevor er sich in einen Esel verwandelt. Auch eine Figur, von der man gerne mehr sehen möchte.

Topit

 
 

Gaston, eigentlich Reinhold Florian, ist - was keineswegs ein Widerspruch ist - gebürtiger Münchner und ausgebildeter Schauspieler. Als Hausmeister Fritz ist er ein echter Feger und seine Schwäche für das Becherspiel versucht er - bisher zum Glück vergebens - bei den Anonymen Zauberern zu therapieren. Er ist Mitglied von Trick17 und den Fertigen Fingern und arbeitet bereits seit 1993 als Profi-Zauberkünstler.

Mit den Fertigen Fingern war er Magier des Jahres 1997 und erhielt 1998 den Sarmoti Award von Siegfried und Roy.

Was Gaston zum Zauberzentrale-Fragebogen zu sagen hat:

I.About Magic

1. Wie kamen Sie zur Zauberkunst?
Im Alter von ca. sieben Jahren habe ich den Zauberkasten meines großen Bruders in die Finger bekommen. Ich hab' aber wohl nicht ganz verstanden, worum es da ging. Da waren Würfel in eine Dose reingeklebt, so ein Quatsch! Da kann man ja nicht mehr richtig Würfel spielen, das konnte ich nämlich schon. Also hab' ich die Würfel rausgerissen und von meinem Bruder richtig Ärger bezogen. Dieses traumatische Erlebnis habe ich dadurch verarbeitet, dass ich heute Zauberkünstler bin und meinen Bruder schimpfe, wenn er mir meine Präparationen durcheinanderbringt.

2. Können Sie sich noch an Ihr erstes Kunststück erinnern?
Ein Trick mit einer Dose aus der man von sechs Würfeln drei verschwinden lassen kann. Mit acht hatte ich's dann schließlich doch kapiert, das mit den geklebten Würfeln.

3. Welcher Zauberkünstler hat Sie bislang am meisten beeindruckt?
Juan Tamariz und Eugene Burger. Ersterer weil er es schafft, absolutes Entertainment mit wahrer Zauberkunst zu vereinen. Zweiterer weil er die Zauberkunst davon befreit, nur komisch sein zu müssen.

4. Was war für Sie das spannendste Seminar oder der interessanteste Kongress?
Das spannendste Seminar war ein Workshop mit Eugene Burger über die Bedeutung ein Zauberkünstler zu sein. Der spannendste Kongreß war für mich der Weltkongreß in Dresden und Lissabon. In Dresden war ich zum ersten Mal mit den Fertigen Fingern vor einem internationalen Fachpublikum aufgetreten (und ich war nervös wie die Hölle, ist aber gutgegangen) und in Lissabon hatte ich zusammen mit Thomas Fraps den lustigsten Wettbewerb ever.

 

Gaston

5. Haben Sie einen aktuellen Lieblingstrick?
Becherspiel und Tricks, bei denen scheinbar alltägliche Gegenstände verrückt spielen.

6. Welche drei (Zauber-)bücher würden Sie gerne auf eine einsame Insel mitnehmen?
The book of wonder von Tommy Wonder, Experience of magic von Eugene Burger und Theater von Keith Johnstone.

7. Gibt es etwas, was Sie an Zauberkollegen stört?
Wenn jemand ohne Nachzudenken irgendwelche Tricks genauso vorführt, wie es in der Beschreibung steht und wenn Nummern abgekupfert werden.



II.Beyond Magic

8. Welches Gebiet/Thema außerhalb der Zauberei fasziniert Sie am meisten?
Theater und Schauspiel, besonders aber im Zusammenhang mit der Zauberei.

9. Welche prominente Persönlichkeit würden Sie gerne einmal treffen?
Peter Brook (Theaterregisseur), Yoshi Oida (Schauspieler und Lehrer) und Jeff McBride (wilder Zaubermeister aus Las Vegas).

10. Was war Ihr größter persönlicher Erfolg?
Zusammen mit Thomas Fraps in Lissabon soviel Spaß gehabt zu haben und dafür auch nicht WM-Dritte in Kartenzauberkunst zu werden.

 

 


Sexy Magic von James Hodges

 
 


Sexy Magic von James Hodges